Am 6. Februar war es wieder so weit: Der alljährliche Schulwettbewerb von „Jugend debattiert“ fand wie gewohnt in der Woche vor den Halbjahreszeugnissen statt. In diesem Jahr fielen die Anmeldezahlen allerdings etwas geringer aus als in den Vorjahren. Zudem führten einige krankheitsbedingte Absagen dazu, dass das Teilnehmerfeld insgesamt kleiner war als gewohnt – der Qualität der Debatten tat dies jedoch keinen Abbruch.

gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland abgeschafft werden soll.
In der Altersgruppe II (Oberstufe) traten nur vier Schülerinnen und Schüler gegeneinander an, sodass auf ein separates Finale verzichtet werden konnte. Mit Ronja Schaefer, Mateo Nikic und Ole Schierhorn (alle Q1) nahmen drei Teilnehmende teil, die bereits auf mehrere Jahre Wettbewerbserfahrung zurückblicken können. Ergänzt wurde das Feld durch Arthur Bergmann (EF), der erstmals an „Jugend debattiert“ teilnahm.
In der ersten Runde debattierten die Teilnehmenden die Frage, ob es einen alljährlichen Schüleraustausch zwischen alten und neuen Bundesländern geben solle. In der zweiten Debatte ging es um die Einführung eines elternunabhängigen BAföGs für alle Studierenden. In beiden Debatten überzeugte Ronja Schaefer die Jury und sicherte sich souverän den Sieg in der Altersgruppe II. Die Plätze zwei bis vier lagen hingegen eng beieinander. Aufgrund der insgesamt ausgeglicheneren Leistungen in beiden Debatten konnte sich Mateo Nikic knapp vor Arthur Bergmann und Ole Schierhorn den zweiten sicheren Startplatz für den Regionalwettbewerb sichern.
In der Altersgruppe I (Klasse 8-10) stand in der ersten Runde die Frage im Mittelpunkt, ob für das Fahren von E-Scootern eine Führerscheinpflicht eingeführt werden solle. Dieses Thema stieß bei den Teilnehmenden auf besonders großes Interesse. In der zweiten Runde wurde darüber debattiert, ob Schülerinnen und Schüler ihre Schule selbst putzen sollten, was für weniger kontroverse Diskussionen sorgte, da am liebsten alle die Contra-Position vertreten hätten.
Nach der Vorrunde lagen die Ergebnisse punktetechnisch sehr dicht beieinander. Hannah Skowasch (9d) verzichtete trotz zweitbester Punktzahl auf eine Finalteilnahme. Somit qualifizierten sich Anna Löhrer und Naya Obermüller (beide 10d), Josephine Eipert (8d) und Maja Wilhelmi (9d) für das Finale. Dort setzten sich die Finalistinnen mit der Frage auseinander, ob Kupfergeld als gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland abgeschafft werden soll.
Anna Löhrer und Maja Wilhelmi vertraten dabei die Pro-Seite und überzeugten die Jury mit ihrer Maßnahme und stichhaltigen Argumenten. Sie punkteten insbesondere mit dem Hinweis, dass die Herstellung der Kupfermünzen teurer ist als ihr Nennwert und dass deren Abschaffung für die meisten Menschen spürbare Erleichterungen im Alltag mit sich bringen würde. Schulsiegerin Anna Löhrer und die Zweitplatzierte Maja Wilhelmi dürfen das Stiftische Gymnasium nun beim Regionalwettbewerb vertreten. Naya Obermüller und Josephine Eipert hoffen, als mögliche Nachrückerinnen ebenfalls noch am Regionalwettbewerb teilnehmen zu können.
Der Regionalwettbewerb findet am Freitag, dem 6. März, am Nelly-Pütz-Berufskolleg in Düren statt. Ein herzlicher Dank gilt allen Jurorinnen und Juroren, darunter mit Gero Bongartz, Niklas Krafczyk und Lukas Ufer auch drei ehemalige, sehr erfolgreiche Teilnehmer des Wettbewerbs, sowie dem Förderverein, der die Gutscheine für die Siegerinnen und Sieger gesponsert hat.
Text und Foto: Pos