Exkursion der Klasse 8a zu den Wildnis(t)räumen im Nationalpark Zentrum Eifel

8.04.2022 | Aktuelles, Allgemein, Biologie, Exkursionen, Kunst

Am Dienstag, dem 29.03.22, unternahm die Klasse 8a eine Exkursion zur Erlebnisausstellung Wildnis(t)räume nach Vogelsang IP (Schleiden). Begleitet wurde der Tagesausflug von Herrn Bünten (Biologie) und Herrn Golz (Kunst). Nachdem wir uns nun mehrere Monate theoretisch mit biologischen Hintergründen, wie den Merkmalen eines Ökosystems, Ökologie und Naturschutz mit Nahrungsbeziehungen und Nahrungsnetzen sowie den entsprechenden Tier- und Pflanzenarten beschäftigt hatten, machte es nun Sinn, mit unserem Wissen eine solche Erlebnisausstellung zu besuchen. Standen bisher zahlreiche Arbeitsblätter in unterschiedlichen Arbeitsformen, Sammlungspräparate, visuelle Medien, aber auch praktische Präparationen im Vordergrund, so ging es nun um die Fortführung des Unterrichts durch die Vernetzung der Inhalte. Im Fach Kunst werden die Anregungen aus Modellen und Tierarten im folgenden fächerübergreifenden Unterrichtsprojekt aufgegriffen werden.

Seit Monaten waren wir schon angemeldet und fieberten dem Tagesprogramm mit Rallye entgegen. Nach einer einstündigen Busfahrt mit unserem Mietbus machte sich unsere recht große Gruppe von 23 Schüerinnen und Schülern sowie 2 Lehrern im Vogelsang IP auf in den Unterricht im Ausstellungszentrum (https://www.nationalpark-eifel.de/de/infohaeuser-und-einrichtungen/nationalpark-zentrum-eifel/). Ein erster kleiner Rundgang der Gruppe führte zum Panoramablick über Urftsee und Kermeter. Ein kurzer Überblick über das historische Erbe auf Vogelsang fand reges Interesse. Aber nicht die Geschichte stand im Vordergrund des heutigen Tages sondern die Natur im Nationalpark.

Angekündigt war uns die Ausstellung auf der Webseite (s.o.) wie folgt: „Da gibt es moderne Inszenierungen und eine ansprechende Atmosphäre, Stationen zum Ausprobieren und Spielen, Tastmodelle und Tierpräparate zum Anfassen, Pflanzendüfte zum Schnuppern, Hörspiele und Tiergeräusche zum Lauschen. Und viele neue Perspektiven, die den Blick auf die Natur schärfen.“ Als Nationalparkschule wurden wir natürlich standesgemäß von zwei Nationalpark-Rangern, und zwar „Theo“ und „Thomas“, erwartet. Nach kurzem Kennenlernen wurde unsere Gruppe geteilt und ging auf getrennten Pfaden durch die einzelnen Themengebiete. Hier lernten wir nun umfangreiche Seiten „lebender Biologie-Lehrbücher“ hervorragend aufbereitet kennen.

Beide Schülergruppen wurden nach einleitenden Worten mit einer umfangreichen Rekapitulierung ihres Wissens – vor den großen Präparaten, Animationen und Modellen – von den pädagogisch vorbereiteten Rangern in die Themenbereiche eingeführt. In gemeinsamer Arbeit konnten viele Fragen und Denkanstöße beantwortet werden, manch ein Schüler war überrascht von seinem doch schon recht soliden ökologischen Wissenstand. Die Ranger lobten auch die durchweg sehr gute Mitarbeit der Gruppe.

Besonders intensiv wurde der heimische Biber mit der Biber-Box erarbeitet. Das originale Schädelmodel mit den speziellen Nagezähnen wie auch das sehr dichte Biberfell standen dabei im Focus. Der Ranger veranschaulichte am biologischen Objekt die Lebensweise und die besonderen Fähigkeiten des Tieres. Man konnte alles anfassen und selber testen. Kein Schüler hatte so große Tiere als Biber erwartet – da waren in den Köpfen wohl doch eher kleinere Nager präsent. Nach fast zweistündiger intensiver Forschungsarbeit mit und vor den Tieren und Pflanzen erfolgte noch eine ausführliche individuelle Rallye der Schülerinnen und Schüler durch die Themenbereiche.

Die Auswertungsphase im Foyer durfte nicht fehlen. Danach ging es auf Wunsch Einzelner noch in den Ausstellungsshop und individuelle Andenken an den schönen Tag wurden gekauft. Das schöne Wetter ermöglichte noch eine kurze Pause im Sonnenschein auf dem Innenhof – einige Schülerinnen und Schüler fanden gar kein Ende. Sie wären wohl gerne noch weiter vor Ort geblieben und hätten sich im Sonnenschein die unterschiedlichen Lokalitäten vor Ort weiter angeschaut. Auch den mitgereisten Stiftischen Lehrern machte die Arbeit in der Klasse am heutigen Tage sehr viel Freude. Unser Busfahrer erwartete uns schon und chauffierte uns umgehend zurück nach Düren zum Stift, damit jeder pünktlich und individuell die Heimreise antreten konnte.

Text und Fotos: Bt

Kategorien

Archiv