In diesem Jahr führte die Teilnahme am Regionalwettbewerb die Gruppe des Stiftischen Gymnasiums ans Nelly-Pütz-Berufskolleg in Düren, sodass die Anreise entspannt zu Fuß erfolgen konnte. Ansonsten standen die Vorzeichen aber diesmal eher schlecht. Denn nachdem es bereits beim Schulwettbewerb geringere Anmeldezahlen als in den Vorjahren gegeben hatte, kamen in der Woche vor dem Regionalwettbewerb auch noch einige Absagen von Qualifizierten hinzu, darunter auch die der Schulsiegerin Ronja Schaefer (Q1).


Somit durften Mateo Nikic und Ole Schierhorn (beide Q1) das Stift in der Altersgruppe 2 vertreten. In der Vorrunde debattierten sie zunächst die Frage, ob Lokalzeitungen eine staatliche Förderung erhalten sollen. In der zweiten Debatte ging es darum, ob eine Kontaktgebühr für Arztbesuche erhoben werden soll. Während Mateo bei seiner zweiten Teilnahme einen Mittelfeldplatz belegte, gelang Ole als zweitem Nachrücker der Sprung ins Finale. In einer sehr ausgeglichenen Debatte zur Frage, ob Wahlumfragen im Vorfeld von Wahlen verboten werden sollen, belegte er am Ende den vierten Platz, während sich Roman Eggert und Jonathan Müller (beide Ville-Gymnasium Erftstadt) über die beiden Tickets für die Landesqualifikation freuen durften.
In der Altersgruppe 1 gingen Anna Löhrer (10d) und Maja Wilhelmi (9d) für das Stiftische Gymnasium an den Start. In ihren Vorrundendebatten ging es zunächst um die Frage, ob Haustierhalter zum Abschluss einer Tierkrankenversicherung verpflichtet werden sollen, und anschließend darum, ob für Privatgärten eine insektenfreundliche Gestaltung vorgeschrieben werden soll. Maja konnte insbesondere in der ersten Debatte überzeugen und belegte unter 28 Teilnehmenden einen respektablen 15. Platz. Anna, für die der Wettbewerb die erste Teilnahme auf Regionalebene war, qualifizierte sich als Punktbeste souverän für das Finale.
Bei der Finalfrage, ob für schriftliche Prüfungen in der Oberstufe Anwendungen mit KI als Hilfsmittel zugelassen werden sollen, vertrat sie die Position Pro 1 und konnte die Jury mit ihrer vorgestellten Maßnahme, mehreren gut durchdachten Argumenten und insbesondere einer starken Gesprächsführung überzeugen. Als Siegerin darf sie nun gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Daniil Zorin vom Zülpicher Franken-Gymnasium am 25. März in Bochum zur Landesqualifikation antreten. Zur Vorbereitung steht zunächst eine dreitägige Schulung in Kronenburg (Eifel) an.
Für Regionalkoordinator Michal Reil war es nach 15 Jahren der letzte von ihm ausgerichtete Wettbewerb, sodass seine Verabschiedung am Ende der Finaldebatten für einen emotionalen Moment sorgte. Seine Nachfolge wird Andreas Posch antreten, während Tim Schäfer und Caroline Albert zukünftig die Schulkoordination am Stiftischen Gymnasium übernehmen. Mit vor Ort als Juroren des Stifts waren außerdem Sandra Pinhammer, Ilian Bergerhoff sowie der amtierende Landessieger Gero Bongartz.
Text und Fotos: Pos