Neujahrskonzert zum 25-jährigen Bestehen der Big Band

7.02.2026 | Aktuelles, Allgemein, Konzerte, Musik

Am 11.01.2026 feierte die Big Band des Stiftischen Gymnasiums ihr 25-jähriges Bestehen mit einem großen Neujahrskonzert in der Aula der Schule. Es war Musiklehrerin Astrid Michels, die im Schuljahr 2000/2001 mit den Bläsern des Schulorchesters begann, Big Band-Arrangements zu proben. Auf dem Schulkonzert am 16. März 2001 ist die Big Band zum ersten Mal aufgetreten und präsentierte dort die Titel You Needed Me und California Dreamin’.

Foto: Michel Horn

In das Jubiläumsprogramm packte die Big Band lauter Überraschungen und so wagte sich die Gruppe auch an einige Titel von Charles Mingus, der vor 50 Jahren am gleichen Ort ein Konzert mit prominenter Besetzung gespielt hat. Mit dabei waren damals Schlagzeuger Dannie Richmond, Pianist Don Pullen, Saxophonist George Adams sowie Trompeter Jack Walrath. Die Big Band am Stift startete das Konzert unter der Leitung von Timo Vaut mit dem Titel Moanin‘ in der Original-Version der Mingus – Big Band, wobei Arthur Bergmann das Stück mit dem charakteristischen Bariton-Riff einleitete.

Im Verlauf des Nachmittags führte die Big Band außerdem den Mingus-Titel Haitian Fight Song auf. Bassist Clemens Glasmacher nahm die besondere Energie, die Charles Mingus in der Aula über die Jahrzehnte hinterlassen hatte auf und spielte das eröffnende Basssolo. Zum Programm gehörten zudem Titel wie der Herbie Hancock Klassiker Cantaloupe Island über den Leonard Küppers am Tenor und Toni Quaglia an der Gitarre zwei funky Soli spielten. Mit der Komposition Sebu von Michael Abene (ehemals Chefdirigent der WDR Big Band) präsentierte die Big Band ein eher lyrisches Stück mit Soli von Mika Stupp am Klavier, Carl Thoma an der Trompete und einem sehr eleganten Hornsolo von Michael Schleker.

Weiter präsentierte die Big Band drei Vokalnummern mit Marie Wimmer und Carl Thoma. Marie präsentierte den Bossa From the Start von der isländischen Sängerin Laufey auf relaxte Art und Weise, während Carl den Swing Klassiker But Not for Me sang und dabei ganz den Stil von Chet Baker traf. Fabelhaft präsentierten die beiden in der zweiten Hälfte des Konzerts den Swing-Klassiker Love, vor allem bekannt in der Version von Nat King Cole, an diesem Nachmittag aber in der fulminanten Big Band Version seiner Tochter Natalie Cole aufgeführt. Das Publikum sang im Anschluss daran zusammen mit der Big Band die deutsche Schlagerversion der Komposition als Jubiläums-Ständchen. Der Saxophonsatz ließ es sich nicht nehmen, bei der Textzeile „B – heisst Blumen schenken“ des Songs im Publikum Rosen zu verteilen.

Foto: Bendix Lehmann
Foto: David Gudisch

Ihre ersten Soli in der Big Band spielten Victoria Dimitrova und Simon Schreier über den Titel Soul Bossa Nova von Quincy Jones, der im November 2024 gestorben ist. Sein Lebenswerk erstreckt sich über Arbeiten für Count Basie bis zu Michael Jackson. Bereits beim Einlass hatte die Big Band jedem Gast einen Big Band Jubiläums-Aufkleber geschenkt. Die Idee dahinter war, diese in der Welt so zu verbreiten, wie dies ein bestimmtes Bundesland (BW) mit Erfolg praktiziert. Und so befinden sich inzwischen Aufkleber der Big Band unter anderem in den Alpen, Frankreich, Kuba und Äthiopien.

Ein besonders schöner Augenblick war als zahlreiche Ehemalige und die Gründerin der Big Band, Astrid Michels, zum Abschluss die Bühne betraten und gemeinsam mit der aktuellen Besetzung zwei Stücke spielten. Mit dabei waren am Saxophon Raphael Cremer, Moritz Koch und Gregor Fuhs, an den Posaunen Johannes Engels, Maximilian Frank, Florian Maurer und Stefan Rubel, an der Gitarre Tobias Hoor und am Bass Johannes Schlagloth. Die Musikerinnen und Musiker freuten sich über das tolle Publikum, das die Big Band mit Standing Ovations und lang anhaltendem Applaus feierte.

Text: Vau

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