Mahnwache zur Pogromnacht am 9. November vor dem Dürener Amtsgericht kurzfristig abgesagt

8.11.2020 | Aktuelles, Geschichte, Veranstaltungen

In der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 wurden in ganz Deutschland Synagogen in Brand gesetzt, verwüstet und geschändet. Jährlich wird in Düren am 9. November um 19.00 Uhr mit Mahnwachen an den zehn vom Künstler Ulrich Rückriem errichteten Stelen im Stadtgebiet an die Gräueltaten der Naziherrschaft erinnert. Auf Grund der aktuellen Pandemie finden die Gedenkveranstaltungen in diesem Jahr in reduzierter Form statt.

Die Mahnwache vor dem Amtsgericht, wo eine kleine Gruppe von Schülerinnen und Schülern des Stiftischen Gymnasiums gemeinsam mit Geschichtslehrer Dr. Achim Jaeger Texte von Dürener Augenzeugen vortragen wollte, musste am frühen Nachmittag des 9. November 2020 kurzfristig abgesagt werden. Es besteht die Möglichkeit des Gedenkens ohne Versammlungen, Live-Musik und Redebeiträge an den Rückriem-Stelen im Stadtgebiet.

Ausführliche Informationen zu den Rückriem-Stelen sind zu finden unter: https://kulturbetrieb.dueren.de/stadt-und-kreisarchiv/die-rueckriem-stelen-in-dueren/. Informationen zu Spuren Jüdischen Lebens in Düren sind auf der Seite der Dürener Geschichtswerkstatt zu finden: http://www.geschichtswerkstatt-dueren.de/dokumentation/juedisches-leben.

Ein Bericht über die Mahnwachen im Jahr 2019 ist zu finden auf der Seite der „Dürener Nachrichten“ https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/mahnwachen-zur-reichspogromnacht-in-dueren_aid-47079355 und im „Stiftinfo“ vom Dezember 2019, S. 15: https://www.stiftisches.de/kategorie/stiftinfo/

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