Dem Sinn des Lebens auf der Spur – Religiöse Orientierungstage der Q1

6.01.2022 | Aktuelles, Allgemein, Fahrten, Religion

Nach zweifacher Verschiebung aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Religiösen Orientierungstage doch noch stattfinden, und zwar vom 20. bis 22.12.2021. Begleitet wurden die 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Jgst. Q1 von Frau Wilms und Herrn Dr. Rubel, Ziel war das Haus Sankt Georg in Wegberg.

Dort wurden wir am Montagmorgen herzlich empfangen und zu unserem Gruppenraum geführt. Dann stellten sich unsere Teamer Jenny, Moritz und Mo vor, indem sie jeweils zwei Wahrheiten und eine Lüge über sich selbst erzählten. Unsere Aufgabe war es, herauszufinden, welche der Geschichten gelogen waren, was sich als ziemlich schwierig herausstellte. Doch alle waren sehr freundlich und aufgeschlossen, wodurch die Stimmung locker wurde. Um unsere Gruppendynamik zu fördern und die nonverbale Kommunikation zwischen uns zu üben, gingen die Teamer mit uns nach draußen und machten kleine Spiele mit uns, bei denen wir nicht miteinander reden durften.

Nach dem Mittagessen konnten wir mit der Arbeit an von uns bereits bei einem Vortreffen ausgewählten Themen beginnen, und zwar mit dem Thema „Lebensweg“. Dazu bekamen wir eine Liste mit vielen verschiedenen Charaktereigenschaften, wie z. B. vertrauenswürdig, ehrgeizig, mutig usw., in der wir uns zunächst selbst mit Zahlen von 0 (gar nicht) bis 10 (sehr ausgeprägt) einschätzen sollten. Dann ging es weiter zum Metabild, also was wir denken, wie andere uns einschätzen, und zuletzt sollten uns verschiedene Personen, die uns gut bzw. weniger gut kennen, einschätzen.

Beim abschließenden Vergleich der Zahlen fiel auf, dass viele Einschätzungen sehr ähnlich waren, sich manche aber auch unterschieden, da man zum Teil von einer anderen Einschätzung der Mitschüler ausgegangen war. Dazu muss gesagt werden, dass man Fragen nie beantworten oder etwas sagen musste, wenn man es nicht wollte oder sich unwohl dabei fühlte. Die nächste Aufgabe bestand darin, verschiedene Fragen zum Thema „Ich von Kopf bis Fuß“ in einem kreativen Weg zu gestalten, wie: Welche Träume hast du? Was oder wer hat mich geprägt? Wie begleitet mich Gott auf meinem Weg?

Gegen 18 Uhr begaben wir uns alle in die gemütliche und modern gestaltete Kapelle des Hauses, wo unser ruhiger Abendimpuls stattfand. Bei diesem wurden noch einmal die Geschehnisse des Tages zusammengefasst und man konnte alles auf sich einwirken lassen. Nach dem Abendessen schauten wir zusammen mit Frau Wilms und Herr Dr. Rubel gemeinsam einen Film an, was ein schöner und entspannter Ausklang des Tages war.

Der nächste Morgen startete nach dem Frühstück mit einem Morgenimpuls in der Kapelle. Dann stand das Thema „Sinn des Lebens“ an. Dafür verteilten die Teamer zuerst Bilder und die dazu passenden Wörter auf dem Boden. Daraufhin sollte sich jeder, je nachdem wie sehr er die einzelnen Begriffe als Sinn seines Lebens ansieht, entsprechend nah bzw. fern zu der jeweiligen Karte aufstellen. Als nächstes sollten wir eine Bucketlist schreiben mit Dingen, die wir gerne noch erleben würden, bevor wir sterben.

Folglich haben wir gemeinsam überlegt, ob man am Ende seines Lebens nicht glücklich sein würde, wenn man nicht alle Punkte seiner Bucketlist erreicht hätte. Zwischendurch haben wir einige auflockernde Spiele im Freien gemacht, auch um unsere Teamfähigkeit zu stärken. Die Stimmung war wie immer sehr heiter. Vor dem Abendessen fand wieder ein ruhiger Abendimpuls in der Kapelle statt, bei dem wir entspannende Lieder hörten, um den Tag ausklingen zu lassen.

Als gemeinschaftliche Aktivität für den Abend hatten sich Frau Wilms und Herr Dr. Rubel einen Besuch des Weihnachtsmarktes in Wegberg überlegt. Dort angekommen sind wir Schlittschuh gefahren und es gab warme Getränke für jeden, der wollte. Auch der Crêpe-Stand war bei den meisten sehr beliebt. Wir hatten dort eine sehr schöne und lustige Zeit, bis wir aufgrund der Kälte und fortschreitenden Uhrzeit zurück zur Jugendherberge gingen.

Der letzte Tag begann für uns wie immer mit einem Morgenimpuls, bevor wir in das dritte Thema einstiegen. Dieses lautete „Liebe und Partnerschaft“ und man durfte sich aussuchen, ob man lieber drinnen bleiben oder das Thema auf einem winterlichen Spaziergang behandeln wollte. Angesichts des einladenden Wetters entschieden sich die meisten, mit nach draußen zu gehen. Wir hatten alle drei Tage großes Glück mit dem Wetter, denn es war nicht zu kalt, durchweg trocken und sonnig.

In beiden Fällen, ob drinnen oder draußen, wurden uns folgende Impulsfragen gestellt: Was ist Liebe für dich? Hast du dich schon mal geliebt gefühlt? Hattest du schon mal ein gebrochenes Herz? Wen oder was liebst du? Wie sieht dein/e Traumpartner/in aus 1. nur äußerlich 2. charakterlich? Ist es für Dich erstrebenswert eine/n Partner/in zu finden? Nach dem Mittagessen traten wir gegen 13:30 Uhr die Heimfahrt an.

Zurückblickend würde ich diese Fahrt nicht missen wollen. Das Programm war eine tolle Mischung aus religiösen und nicht-religiösen Teilen und es gab eine große Abwechslung von Arbeitseinheiten draußen und drinnen. Das führte dazu, dass die Arbeitsatmosphäre immer sehr angenehm und locker war. Alle waren sehr sympathisch und offen. Auch das Gästehaus war sehr gepflegt und ansprechend, das Essen war lecker und abwechslungsreich, sodass für jeden etwas dabei war. Ich selbst würde immer wieder mit auf die Orientierungstage fahren, da es eine ganz neue Erfahrung war und man mit vielen Menschen in Kontakt gekommen ist, mit denen man sich z.B. auf dem Schulhof nie so viel unterhalten hätte.

Text: Clara Werres, Q1
Fotos: Dr. Thomas Rubel

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