Erfahrungsbericht zum FSJ in Frankreich

28.12.2012 | Neuigkeiten, Veranstaltungen

Ein Jahr in Frankreich bereichert die eigene Persönlichkeit!

Anne Michels und Eva Weißhaupt berichteten von ihrem FSJ nach dem Abitur

Dass ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Frankreich eine sehr gute Entscheidung war, stand den beiden ehemaligen Stiftlerinnen Anne Michels und Eva Weißhaupt während ihres informativen Vortrages ins strahlende Gesicht geschrieben. Besonders offensichtlich wurde dies, als sie abschließend von ihren „Lieblingen“ Franck und Albane erzählten, die beide aufgrund von Behinderungen in einem Foyer der Organisation L`Arche en france leben und arbeiten. Eva Weißhaupt berichtete von einem offenen, direkten und witzigen Umgang mit dem Behinderten Franck, der einen übertriebenen Ordnungssinn und eine ausgeprägte Vorliebe für Autos hat. Anne Michels stellte Albane vor, eine Frau mittleren Alters mit Down-Syndrom, die kaum sprechen konnte bzw. wollte, es aber liebte, unter der Dusche zu den Liedern von Patricia Kaas zu singen. Sie hätte sie durch ihre unnachahmliche und ungemein liebenswerte Art immer wieder zum Lachen gebracht.

Die beiden Abiturientinnen des Jahres 2011 haben ihr FSJ als interne Assistenten in einer Behinderteneinrichtung im Südwesten Frankreichs bei Cognac rund 100 Kilometer vom Atlantik entfernt verbracht. Sie nutzten die Gelegenheit, um den Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Französisch der Stufe Q2 von Herrn Brenner sowie weiteren Interessierten der Oberstufe einen Einblick in einen derartigen Auslandsaufenthalt nach dem Abitur zu geben und eventuelle Ängste zu entkräften.

So erfuhren die Anwesenden viel über die Arbeit mit Behinderten, zum Teil auch Schwerstbehinderten, beispielsweise zum Tagesablauf, zum Wochenplan, zu außergewöhnlichen Ereignissen und zur Rolle als interne Assistentin in der Einrichtung. Hervorgehoben wurde dabei der große Freiraum bei der Gestaltung des Tages und der Woche, inkl. Wochenendausflügen und Ferienwochen mit den Behinderten sowie die Arbeit innerhalb der Organisation und mit den anderen Freiwilligen. Es hätte die Möglichkeit zur Teilnahme an Fortbildungen mit einem Bezug zur Arbeit bestanden und beide hätten die Chance eines rétraites genutzt, d.h. eines einwöchigen Aufenthalt ohne Bezug zur Einrichtung, beispielsweise einen Klosteraufenthalt oder eine Alpentour. Zudem wurden Fragen zur Organisation eines derartigen FSJ, zur Finanzierung und zur Sprachfähigkeit geklärt.

Als Fazit betonten die Freiwilligen, die inzwischen beide ein Lehramtsstudium begonnen haben, dass vor allem ihre eigene Persönlichkeit durch ihre Arbeit mit den Behinderten gereift sei. An allen kursierenden Vorurteilen bezüglich der Arbeit mit Behinderten sei zwar immer auch etwas dran, aber letztlich sei die Arbeit sehr bereichernd gewesen. Zudem schätzten sie die ihnen übertragene Verantwortung und die Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse.

Als abschließenden Tipp empfahlen sie, sich eine derartige Einrichtung im Vorfeld eine Woche lang als Praktikant/in anzuschauen und auch kurzfristige Bewerbungen seien über die Organisation Arche (http://www.arche-france.org) oder eine andere Entsendeorganisation möglich. Beide Referentinnen stehen bei Fragen und mit Hilfestellungen gerne zur Verfügung. Sie sind über den Organisator der Reihe zum „gap year“, Herrn Klemm, zu erreichen.

 

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