Exkursion des Ökologie-Kurses Klasse 8 in den Nationalpark EIFEL

25.06.2015 | Exkursionen, Neuigkeiten

Am Montag Dauerregen im Dürener Land und das mitten im Sommer. Aber der Wettergott hatte am folgenden Tag ein Einsehen und wir – 24 Schüler des Ökologiekurses in Begleitung von Herrn Günter Bünten – konnten bei ganz kurzen Schauern einen schönen Projekttag in der Wildniswerkstatt Düttling des Nationalpark Eifel erleben.

NP Eifel Bt Juni 2015 Foto 1 HomepageUnsere Fahrt vom Stiftischen Gymnasium war mit dem passenden Mietbus kurzweilig. Wir wurden dort an der Bundesstraße schon von Ranger Domenico Miano Mimo und Praktikantin Ina erwartet – an der Bushaltestelle abgeholt und zu den Gebäuden der „Werkstatt“ geführt. Wir orientierten uns, packten die mitgebrachten und sonstigen notwendigen Utensilien in einen Bollerwagen ein und gingen mit unserem Ranger dann umgehend in den nahen Wald hinein.

Das erste Stück durch den Wald führte uns unser Ranger Mimo an einer alten Fichtenschonung vorbei, wo Unterschiede zwischen Fichten, Tannen, Kiefern erläutert wurden und Geschmacksproben der Fichtennadeln die Schüler m.o.w. überzeugen konnten.

Der Schutzgedanke des Nationalparks, das Motto „Natur, Natur sein lassen“ wurde an umgestürzten Bäumen vertieft – denn der Nationalpark und auch alle Lebewesen stehen unter Naturschutz und dürfen sich ungestört entwickeln. Hier hatten die Kursteilnehmer ja selbst schon umfangreiches Vorwissen aus dem letzten Halbjahr.

Nach dem ergänzenden Wissenszuwachs gingen wir durch den Wald auf eine kleine Lichtung und übten Knoten für das Seil-Trampolin-Spiel. Wir hatten durchaus kundige Jungen und Mädchen im Kurs und konnten unser Knotenwissen gemeinsam erweitern. Jeder durfte sich nun auf dieses selbstgeschnürte „Trampolin“ aus den zusammengeknoteten Seilen setzen und in die Luft geworfen werden. Ziel war es, Vertrauen in die Gruppenmitglieder zu bekommen und mal alle an einem „Strang ziehen zu lassen“. Die Mehrzahl unserer Gruppe traute sich dies und lieferte sich den anderen auf dem Seil aus – Herr Günter Bünten und Ranger Mimo natürlich auch.

Daneben wurden im Laufe des Tages, von Zweier- und Dreiergruppen, durchgehend Geschmacks- und Geruchsproben von den Weg begleitender und von uns bestimmter Pflanzen in Filmdöschen gesammelt und bis zum Ende des Tages aufbewahrt.

Der Weg führte uns an einer ehemaligen Douglasien-Schonung vorbei und unser Junior Ranger Jonas H. aus der 8a konnte für den Kurs – basierend auf seiner Ausbildung – schon die Entwicklung der Sukzessionsfläche innerhalb der letzten 5 Jahre erläutern.

Am Wegesrand waren heute vorwiegend schnellwüchsige Bäume zu sehen; wie Kiefern, Fichten und Tannen. Es gab aber natürlich auch zahlreiche heimische Laubbaumarten; wie Buchen, Eichen, und Birken. Wir konnten alle Arten anhand der Blätter bestimmen. Unter einer sehr alten Eiche fanden wir Spuren von Wildschweinen und auf dem Boden Spuren von Rehen. Wir sahen hier auch Insekten und mehrere Vögel.

Eine weitere ausführliche Such-und Find-Übung mit wechselnden gemeinsamen Fängern machte uns von Flechten über Baumpilze mit den noch nicht reifen Früchten der Waldbeeren und den Sternmoosen vertraut. Die gemeinsame Artenkenntnis wuchs spielerisch weiter.

Von dort aus gingen wir auf eine Lichtung, wo wir eine Hütte mit Lagerfeuerstelle vorfanden – hier machten wir unsere wohlverdiente Mittagspause und grillten.

NP Eifel Bt Juni 2015 Foto 7 HomepageUnser Ranger zeigte uns nun, wie man mit einem Schlageisen, Feuerstein und verkohlter Baumwolle über Funkenschlag ein Feuer erzeugen konnte. Wir haben das Feuer mit dieser Technik selbst gemacht und daran Stockbrot und Würstchen zubereitet. Till N. aus der 8d hatte hier schon weite Kenntnisse aus seinen Aufenthalten in Sommer- und Wildnis- Freizeiten und konnte hier die besten Techniken und auch das anschließende Stockbrotbacken gewinnbringend für die anderen Kursteilnehmer erläutern.

Wir hatten hier – vor und auch nach dem Mittagessen – Zeit, um alleine oder mit Freunden in den Wald zu gehen. Dort erkundeten wir den Wald und fanden trotz feuchter Witterung noch zahlreiche Insekten, welche wir am Wegesrand nie gefunden hätten. Daneben stellte uns Mimo noch eine größere Anzahl an Hängematten zur Verfügung, die wir zur Ruhe und zum Spiel nutzen konnten.

Auf dem Weg in und aus dem Wald sahen wir neben Bombentrichtern auch Schützengräben – Indizien für die Geschichte dieses Raumes im letzten Jahrhundert.

Nach der Mittagspause machten wir uns nochmals gemeinsam auf den Weg und spielten zuerst ein weiteres Vertrauensspiel, bei dem man sich in die Arme der Gruppe fallen lassen konnte. Danach durften wir noch, mit einem zur Verfügung gestellten sehr langen Seil, über einem Graben einen Schatz aus einem Graben mit „ gedachten Krokodilen und Piranhas“ bergen. Unser Ranger und Herr Günter Bünten schauten zu, wie wir – ohne Hilfe – gemeinsam die Aufgabe lösten.

Im Anschluss werteten wir noch die „Geruchsproben des Tages“ zur Vegetation aus, die einzelnen Gruppenmitglieder konnten sich wieder eindeutig erfolgreich über den Geruch zuordnen.

Alles in allem war der Tag schön – ohne größere Verletzungen – und man konnte viel Neues über Pflanzen, Tiere und Bäume im Nationalpark Eifel lernen. Dank an unseren Ranger Mimo, der unsere mitunter rechte aktive Gruppe geduldig und einfühlsam durch die Wildnis begleitete.

Gegen 16.30 Uhr waren wir alle wieder – mit nicht mehr ganz sauberer Kleidung – sicher auch müde, aber um viele Erfahrungen reicher, wieder in Düren angekommen.

Ökologiekurs 8 Bt

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