Exkursion der 8er Ökologie-Kurse ins Aquazoo Löbbecke Museum Düsseldorf

5.03.2020 | Exkursionen, Ökologie

Am Dienstag, dem 28.01.20, unternahmen die beiden Ökologie-Kurse des Differenzierungsbereiches der Jahrgangsstufe 8 (Bt/Vau) pünktlich zur zweiten Stunde wieder eine ausgedehnte Exkursion nach Düsseldorf. Nachdem wir uns nun mehrere Monate theoretisch mit mehrheitlich visuellen Medien, aber auch mit praktischen Präparationen den ökologischen Fragestellungen aus dem Themenbereich Meer und schwerpunktmäßig den Korallenriffen gewidmet hatten, stand nun die Begegnung mit den lebenden Organismen im Vordergrund. Seit Monaten waren wir schon angemeldet und fieberten dem Tagesprogramm entgegen.

Nach einer zügigen Busfahrt mit unserem Mietbus machte sich unsere recht große Gruppe von 36 Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrern im Düsseldorfer Nordpark auf in den Unterricht im schön gestalteten Aquazoo Löbbecke Museum. Zwei Museumspädagoginnen erwarteten uns am späteren Vormittag vor Ort im Löbbecke und führten unsere beiden Teilgruppen in „Leben und Ökologie im Korallenriff“ und in den Themenbereich „Ökosystem Regenwald“ ein. Hier lernten wir nun umfangreiche Seiten „lebender Biologie-Lehrbücher“ im Aquazoo-Löbbecke Museum kennen.

Beide Schülergruppen wurden nach einleitenden Präsentationen mit einer umfangreichen Rekapitulierung ihres Wissen vor den großen Schaubecken oder im Tropenhaus – jeweils in Sichtkontakt zum lebenden Objekt – von den Pädagoginnen in den Themenbereich eingeführt. In gemeinsamer Arbeit konnten viele Fragen und Denkanstöße beantwortet werden, manch ein Schüler war überrascht von seinem doch schon recht soliden ökologischen Wissensstand.

Anpassungen von Lebewesen warmer Meere und des Korallenriffs an ihren Lebensraum wurden anschließend in Arbeitsgruppen, z.B. „Korallenriff“ am Beispiel von Scheibenanemonen, Doktorfischen, Anemonenfischen, Putzerlippfischen oder auch Rotfeuerfischen, Seebadern und Segelflossern, erarbeitet. Hier stand nun die Beobachtung des lebenden Riffbewohners tropischer Meere im Vordergrund – ein Unterfangen welches sonst in unseren Breiten natürlich nicht realisierbar wäre. Zeichnerisches Können war genauso gefordert wie biologische Beobachtungsgabe und die Fähigkeit zur Abstraktion.

Nach über einstündiger intensiver Forschungsarbeit mit und vor den Tieren erfolgte noch eine ausführliche Auswertungsphase unter aktiver und zielgerichteter Betreuung der Museumspädagoginnen. Jede Arbeitsgruppe war gefordert, ihre Ergebnisse kurz den Mitschülern vorzustellen und sinnvoll zu begründen; eine direkte Auswertungs- und Diskussionsphase, für die im normalen Unterricht nur selten das Zeitraster ausreicht.

Im Anschluss an den Unterricht hatte noch jede Gruppe hinreichend Zeit, sich nach eigenem Interessensschwerpunkt mit den sonstigen Angeboten und Lebewesen im Aquazoo-Löbbecke Museum zu beschäftigen. Ungeahnte Vorlieben traten dabei in Erscheinung. In diesem Jahr fanden einige gar kein Ende, sie wären gerne noch weiter vor Ort geblieben und hätten sich die unterschiedlichen Lebenswelten weiter angeschaut. Auch den mitgereisten Stiftischen Lehrern machten die beiden Kursgruppen am heutigen Tage sehr viel Freude.

Gegen 14.00 Uhr wartete schon unser Busfahrer auf uns, wir machten uns auf die Rückfahrt Richtung Düren und erreichten gegen 16.00 Uhr wieder unseren Ausgangsort am Altenteich 14 in Düren. Ein insgesamt runder Exkursionstag, der durchweg Zustimmung der Schüler fand: „Das sollten wir noch mal machen, Herr Vaut und Herr Bünten“, war der Tenor.

Text und Fotos: Bt

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