Eva Freyschmidt überzeugt beim Lyrikwettbewerb “postpoetry”

13.03.2012 | Neuigkeiten, Wettbewerbe

Im Rahmen der Lesereise des NRW-weiten Lyrikwettbewerbs „postpoetry“ lasen der bereits erfahrene Autor Marius Hulpe aus Soest und die 16-jährige Nachwuchsautorin Eva Freyschmidt aus Düren am 26.02.2012 in der Bürgerwache in Bielefeld.

Die Dürener Schülerin bewarb sich mit drei selbstverfassten Gedichten auf Initiative ihres Deutschlehrers Dr. Achim Jaeger, dem sie, wie sie selbst sagt „immer noch dankbar für den Anstoß” ist.

Der Wettbewerb „postpoetry“ existiert zum Erhalt und zur Unterstützung der Lyrik in Nordrhein Westfalen. Junge Autorinnen und Autoren werden von etablierten Autorinnen und Autoren unterstützt und erhalten dank zahlreicher Förderer des Projekts die Möglichkeit, an einer Lesereise durch NRW teilzunehmen, sowie eine große Postkartenauflage ihres Gewinnergedichts zu bekommen.

„Für mich war dies eine tolle Erfahrung und ich bin froh, diese Chance genutzt zu haben. meine Gedichte mit interessierten Zuhörern zu teilen, fühlt sich an, wie nach Hause kommen. Trotz aller Aufregung hat alles geklappt, denn ein Autor lebt in seinen Texten und sie mit einer wirklich aufmerksamen Zuhörerschaft zu teilen ist, wenn es so läuft wie in diesem Fall wirklich ein großes Glück.”

Der postpoetry Wettbewerb wird auch im nächsten Jahr wieder stattfinden. Näheres unter: www.postpoetry.litweb.de

Hier eine Auswahl an Gedichten der Nachwuchsautorin, die über das Schreiben sagt:

“Schreiben ist, wie in heißen Sommernächten das Kissen umzudrehen um auf der kühlen Seite schlafen zu können.”

 

Belle Nuit

Wende mich ab,

suche klammernd deinen Blick

folge deiner Hand in die Sterne,

du weißt nicht wer du bist

aber du bist anders als der

der du nicht sein willst

Bewunderung, während die Flammen das Holz zerfressen

In Funken regnen meine Gedanken nieder

Lauschen der Nacht

Leidvoll verlässt der Verlierer das Feld

Arm in Arm mit dem Gewinner,

Hände schütteln,

keine Zeit für Traurigkeit und Griesgram,

so tritt er erneut aufs Feld

Nacht im Paradies, so versprach er mir

Bis zum Sonnenaufgang zu wachen

 

Wo wir hingehen

Wo wir hingehen
die betrachtenden Augen steuern die Finger,
den abartig-schönen Umriss entlang.
Schatten einfangen und auf Fingern tragen, an die Grenzen des Möglichen stoßen.
an sich selbst wachsen und Zeit in Sekunden zu grundsätzlichen Veränderungen werden lassen.

Glastränen kullern auf den Weg, die Weinenden werden unvergänglich sein.
Unaufhaltsam strahlt die Sonne,
schneidet, teilt, vervielfacht ihre Kraft
blendet uns durch Reflektion in den zerberstenden Tränen
deren Kummer schleierhaft die Welt umzieht. 

 

Bürgerrechte

Da die Menschen zu töricht sind,

das Essentielle

zu begreifen,

sind da die, die es in Worte fassen,

Propagandistischer Wortlaut,

klingt schön, ist nichts.

Aus Angst die Wahrheit  könnte begriffen werden,

fliehen die Falschen in Schatten der Politiker,

starker Wind hebt die Gewänder,

Wind des Widerstands,

und hervor schlüpfen all die Verräter,

die Verratenen fallen auf die Knie

Lasten auf ihren Schultern welche Fehler waren,

schreien schmerzvoll

doch die mit

Macht

verklebten Münder bleiben still.

 

Menschengarten

Auffangen, Tränen sammeln,
die Tränen derer, die mit der Gabe des Denkens gesegnet sind.
Der Mensch,
der verdorbene, verflochten in Dornen seiner selbst.
Und oben auf,
erblühen die hässlichen Blumen seiner Macht.

 

Lauf

Nebelwolken geformt aus deinem Atem
Fußstapfen im Dreck deiner Vergangenheit
erschöpft rennst du, doch die Angst
jagend- sie ist da.
schaudernd packt sie dich sieht durch
deine Augen hinab
Feuerseele
die vor Angst zu ersticken droht
wie zerbrochenes Glas blinkt
etwas daraus hervor,
kocht unter wird mitgerissen, mit ihr, deiner Angst,
die stetig verrührt
alles was fest war wird verflüssigt
und der zähe Spuckefluss steigt dir in den 
Mund, vergiftet von Angst,
du kämpfst
doch deine Beine erlahmen
sie macht dich taub die Angst, ja taub,

du fällst hin und
du stehst
nie wieder auf.

 

Niemandslicht
Leuchten ohne Glanz,
eines Glückes Funken gleich
in die goldene Stille
und grazil tanzt das Licht,
der Staub balanciert auf des Lichtes Schwerelosigkeit,
vergessen im Scheinwerferlicht
sitzt das starke Mädchen
Beine gekreuzt, Kopf geneigt
& lässt ihre Tränen auf der schmerzenden Wärme tanzen.

 

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