Schulprofil

Das Stiftische Gymnasium – Eine Traditionsschule im 21. Jahrhundert

 

Unsere Wurzeln im Zentrum der Stadt

Geographisch wie historisch ist das Stiftische Gymnasium tief in der Stadt Düren verwurzelt: Aus einer (spät-)mittelalterlichen Lateinschule im Zentrum der Stadt hervorgegangen – Latein wird bis zum heutigen Tag als mögliche Anfangssprache im Programm „Latein Plus“ angeboten – kann unser Gymnasium auf eine etwa 500 Jahre zurückreichende Schulgeschichte mit humanistischer Ausrichtung zurückblicken. Im Bewusstsein dieser langen Tradition verfolgen wir mit unserer heutigen pädagogischen Arbeit das Ziel, den Schülerinnen und Schülern in einer sich stetig wandelnden Gesellschaft vielfältige Möglichkeiten zur Entfaltung ihrer individuellen Potentiale zu eröffnen.

Dies erfolgt in der Vermittlung fachlicher, sozialer und kultureller Kompetenzen. Mit dem Angebot „Musik Plus“ wurde im Schuljahr 2009/10 eine tragende Säule unseres Schulprofils institutionalisiert. Bewusst fassen wir den Kulturbegriff jedoch weit, begrenzen ihn nicht auf den musisch-literarischen und historischen Bereich, sondern öffnen ihn auch für die sogenannten MINT-Fächer, Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften.

Unsere Schule lebt Kultur

Einen Einblick in die vielfältigen Aktivitäten bieten die folgenden Seiten:

Als Ergänzung zum Fachunterricht und unter dem Aspekt einer Öffnung von Schule – dem Bereich der Arbeitsgemeinschaften und den schulischen Exkursionen zu, außerdem der engen Kooperation mit Ehemaligen (z. B. im Rahmen der Reihe „Gap Year“), Eltern (z.B. in der Schülerbücherei) und außerschulischen Kooperationspartnern. Schülerinnen und Schüler können sich in den jeweils angebotenen Arbeitsgemeinschaften intensiv mit verschiedenen, immer wieder wechselnden Themen 

 

 

Berufliche Orientierung

Zahlreiche Einrichtungen, Firmen und Betriebe in der Region nehmen auf eine besondere Weise an unserem Schulleben teil, indem sie sich als Kooperationspartner für die Berufsorientierung unserer SchülerInnen zur Verfügung stellen. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei das international renommierte Forschungszentrum Jülich, welches Plätze für die Berufsorientierungswoche in der Jahrgangsstufe 10 (Einführungsphase der Oberstufe)anbietet und darüber hinaus ehemaligen Schülern die Möglichkeit gibt, im Studium Module zu absolvieren. Durch die Vernetzung der Schule in (über-)regionalen Strukturen werden solide Anknüpfungsmöglichkeiten für die berufliche Weiterentwicklung der uns anvertrauten Schülerinnen und Schüler geschaffen.Die Grundlagen für die berufliche Orientierung unserer Schülerinnen und Schüler werden seit mehreren Jahren durch eine über „Zukunft fördern“ organisierte Stärken- und Schwächeanalyse gelegt,für die Zukunft ist hier eine Berufsorientierungscamp geplant.

Unsere Flügel: Unsere Träume

Unser gegenwärtiges Ziel ist es, die vielfältigen Aktivitäten der letzten Jahre in ein verbindliches Schulentwicklungsprogramm einzubinden und dabei das Spektrum auszuschöpfen, das sich zwischen den Eckpfeilern „Schule mit Kulturprofil“ und „Schule der Zukunft“ ergibt. Hierzu zählt ein tragfähiges AG-Konzept, denn im laufenden Schuljahr 2012/13 werden 30 AGs angeboten: Musikkultur (Bigband, Gitarren-AG, Juniorband, Orchester, Rhythmik, Unterstufenchor), Theaterkultur (Theaterwerkstatt), Sprachkultur (CAE Englisch-Zertifikat, DELF Französisch-Zertifikat, Jugend debattiert, Reading Courses, Schülerzeitung), Stadtkultur (Stadtmauer-AG), Weltkultur (Eine-Welt-AG), Sportkultur (Badminton, Basketball, Handball, Leichtathletik, Tanz), Internationale Spielkultur (GO-AG, Schach-AG), Mathematisch-technisch, naturwissenschaftliche Kultur (LEGO Roboter AG, Schülerfluggemeinschaft, Technik-AG, Zoo-AG), Esskultur (Kiosk) und Alltagskultur (Meditation, Rechtskunde, Sanitätsdienst, Streitschlichtung). Augenblicklich werden verschiedenste Überlegungen zusammengetragen und es wird diskutiert, inwiefern sich eine praktikable Koordination finden lässt.

Die offene Begegnung mit anderen liegt uns sehr am Herzen. Um die erforderlichen Kompetenzen zu erwerben, ist seit dem Schuljahr 2013-14 in der Jahrgangsstufe 5 das Life-Skills-Programm „Erwachsen Werden“ des Lions Club International durchzuführen. Davon versprechen wir uns, unseren SchülerInnen Kompetenzen für die Stärkung ihrer Persönlichkeit mit auf den Lebensweg zu geben, damit sie ihr Leben in gesellschaftlicher Verantwortung führen können. 
Das vom „Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ initiierte Projekt „Engel der Kulturen“, das den interkulturellen Dialog, Toleranz und Religionsfreiheit fördern möchte, wird im laufenden Schuljahr Gelegenheit bieten, sich Anderen zu öffnen und ihnen zu begegnen. Am Stiftischen Gymnasium sollen betreffende Projekte im Kunst-, Politik-, Geschichts- und Deutschunterricht realisiert werden. Gedacht ist zum Beispiel an die Fertigung eines Wandreliefs im Kunstunterricht. Ein Aktionstag im September dieses Jahres wird von SchülerInnen des Stiftischen Gymnasiums musikalisch gestaltet.

Seit Jahrzehnten manifestiert sich die Offenheit unserer Schule gegenüber anderen beispielsweise in mehreren Schulpartnerschaften, die eingangs bereits erwähnt wurden: So findet seit 1983 ein jährlicher Austausch mit der Mount Lebanon High School in Pittsburgh (USA) statt und auch zu Schulen in Frankreich und den Niederlanden bestehen regelmäßige Kontakte (LycéeWallon, Valenciennes; Lycée Guillaume le Conquérant, Lillebonne; Stella Maris-College, Meerssen). Zudem haben unsere Schüler die Möglichkeit, Fremdsprachenzertifikate zu erwerben (DELF/DALF, CAE) und an Sprachwettbewerben teilzunehmen (Bundessprachenwettbewerb Latein). Der Schülerwettbewerb „Begegnung mit Osteuropa“ und die Knüttgen-Stiftung fördern die Neugierde auf die Kultur unserer östlichen Nachbarn.

Für den Bereich der Exkursionen, Fahrten sowie für verschiedene Schüleraustauschprogramme besteht ein erprobtes Konzept: In der Erprobungsstufe wird eine Klassenfahrt zu Beginn der Jahrgangsstufe 6 unternommen, wobei die Ziele in der näheren Umgebung (z.B. Eifel, Koblenz) liegen. Für die Klasse 9 liegen die Ziele, dem Charakter als Studienfahrt gemäß und entsprechend dem Bild sich weitender konzentrischer Kreise, schon weiter entfernt: Es sind in der Regel Städte und Regionen im deutschen Sprachraum, nämlich Großstädte wie Berlin, Hamburg, München oder Wien. Sie werden auch deshalb häufig als Ziele gewählt, weil die Schülerinnen und Schüler hier – in vielen Fällen zum ersten Mal – mit großstädtischer Kultur in Berührung kommen (Theater-, Konzert- und Museumsbesuche). Die Abschlussfahrt in der Jahrgangsstufe Q2 wird als Studienfahrt im Leistungskursverband angeboten. Ziele sind Städte und Regionen in Europa. Die Idee der Studienfahrt mit z.T. direkter Anbindung an Unterrichtsinhalte ist für diese Fahrten prägend. In der Regel wird eine solche Fahrt im Kurs intensiv vor- und nachbereitet. Die Aktivierung der Schülerinnen und Schüler, die oft in eigener Recherche Teilaspekte einer großen Exkursion erarbeiten, hat sich bewährt und wird, wegen der besseren medialen Möglichkeiten, noch zunehmen. Insbesondere die Finanzierung von Studienfahrten in das europäische Ausland wird durch Stiftungen des ehemaligen Stift-Schülers und Kölner Professors Knüttgen, sowie durch die „Ahrweiler-Stiftung“, welcher die Schule ihren Namen verdankt, für bedürftige Schüler und Schülerinnen erleichtert. Klassen- und Studienfahrten sind – vom individuellen Erlebniswert abgesehen – hervorragende Gelegenheiten für fächerübergreifendes, Fächer verbindendes, handlungsorientiertes und vernetztes Lernen. Historische, geographische oder naturwissenschaftliche Fragestellungen wirken von diesen Fahrten in den Unterricht und umgekehrt.