Begabtenförderung

Das Stiftische Gymnasium begreift auch die Förderung von hochbegabten Schülerinnen und Schülern als selbstverständlich. Hierbei sind Schülerinnen und Schülern mit Teilhochbegabungen eingeschlossen. Wir verstehen die Leistung in den verschiedensten Bereichen als ein Produkt aus Begabungen, Persönlichkeits- und Umweltmerkmalen, so dass Faktoren wie Motivation, Arbeitsverhalten sowie Familien- und Schulklima eine bedeutende Rolle spielen. Den Kindern mit ihren Interessen und Wünschen sollen „ihre Wege“ eröffnet werden. In unseren Beratungen stehen Förderungen sowohl im Begabungs- als auch im Defizitbereich im Fokus.

Die Begabtenförderung fußt an unserer Schule auf den drei Säulen:

1. Maßnahmen zur Akzeleration (= beschleunigtes Lernen)

2. Maßnahmen zum Enrichment (= zusätzliches, vertieftes Lernen) und

3. Beratung von Schülerinnen und Schülern mit ihren Eltern

1.    Akzeleration

Die Akzelerationsmaßnahmen bilden eine effektive Hochbegabtenförderung.

Individuelles „Überspringen“ einer Jahrgangsstufe:

Die „Springer“ gehören nach unserer jahrelangen Erfahrung bald wieder zur Leistungsspitze der neuen Jahrgangsstufe. Hochbegabte empfinden die Vorversetzung mittelfristig nicht als eine große Belastung, so dass negative Entwicklungen bei entsprechenden Voraussetzungen und geeigneten Nebenbedingungen nahezu ausgeschlossen sind. Eine der Voraussetzungen ist eine positive Haltung bei der Schülerin bzw. dem Schüler und den Eltern. Das „Springen“ wird durch Beratungs- und Fachlehrer begleitet sowie stofflich vorbereitet.

„Drehtürmodell“:

In enger Absprache mit den Kindern, Eltern und den Beratungs- und Fachlehrern ermöglichen wir die Teilnahme am Unterricht eines Faches in einer höheren Jahrgangsstufe. Insbesondere für Teilhochbegabungen oder hochbegabte Kinder, die nicht „springen“ wollen, stellt dies eine sinnvolle Alternative zum „Springen“ dar.

Frühstudium/„Studieren vor dem Abi“:

Zunächst für ein Semester ist ein Frühstudium parallel zum Schulbesuch insbesondere für Oberstufenschülerinnen und –schüler interessant. Dabei stehen aufgrund des hohen Anspruchs meist nicht der Erwerb von Leistungsnachweisen, sondern für einige Wochen eine Studienorientierung und die Erfahrung der Notwendigkeit des Lernens im Vordergrund. Darüber hinaus kann neben einem Wissensvorsprung das Erleben von Leistungsgrenzen für die Teilnehmer in diesem Umfang oft eine neue Erfahrung darstellen.

Zum ersten Mal hörten Schüler unserer Schule im Wintersemester 2009/2010 eine Vorlesung. Erfahrungsgemäß ist seitdem die RWTH Aachen mit den MINT-Fächern Mathematik, Chemie, Informatik und Physik besonders beliebt. Interessenten werden bei der Anmeldung und auf Wunsch auch während des Semesters begleitet. Finanzielle Unterstützung können sie durch die Vereinigten Industrieverbände erhalten.

 

2. Enrichment

Das zusätzliche, vertiefte Lernen kann Schülerinnen und Schüler ebenfalls fordern.

Wie viele aus der eigenen Schulerfahrung wissen, haben insbesondere ein guter Unterricht und eine positive Verstärkung durch die Lehrkraft einen wichtigen Anteil an einer schülergerechten Förderung.

Im Folgenden sind einige Angebote aus dem Bereich „Enrichment“ stichwortartig aufgelistet:

  • Profilklasse Latein-Plus ab Jgst. 5 mit zeitgleichem Englisch-Lernen
  • Musikzweig mit Ensemblestunden
  • „Forderkurse“ in Deutsch, Englisch, Mathematik in Jgst. 6
  • individuelle Lösungen wie: binnendifferenzierende Maßnahmen, Projekte
  • „Lernen durch Lehren“ (LdL):

1)    „Schüler helfen Schülern

2)    Hausaufgabenbetreuung

3)    Unterricht nach LdL

  • Theateraufführungen der Literaturkurse in der Schule, am Schauspielhaus in Köln
  • Empfehlungen von Mittelstufenschülern u.a. zur Juniorakademie NRW sowie von Oberstufenschülern u.a. zur Deutschen Schülerakademie und zu Workshops der Konrad-Adenauer-Stiftung
    1. Bericht über die „LernFerien NRW“ im Herbst 2018
    2. „Lernen in den Ferien?“ – Bericht über die SchülerAkademie 2018
    3. Bericht über die Lernferien NRW in den Osterferien 2018
    4. Bericht über die Lernferien NRW in den Herbstferien 2017
    5. Bericht über zwei Summer Schools der Konrad-Adenauer-Stiftung
    6. Bericht über die Lernferien NRW in den Osterferien 2017
    7. Unvergessliche Zeit – Bericht zur SchülerAkademie 2016
    8. JuniorAkademie NRW 2016: „Spannendste Erfahrung meines Lebens“
    9. Bericht zum Seminar „Europa entdecken“ der Konrad-Adenauer-Stiftung 2015
    10. Bericht zur DSA Urspring 2015
    11. Bericht zur JuniorAkademie NRW 2014
    12. Bericht zur SchülerAkademie Hilden 2014
    13. Bericht zur Summer School der Konrad-Adenauer-Stiftung 2013
    14. Bericht von der Deutschen Junior-Akademien NRW 2013
  • Schüleruni zu den MINT-Fächern an der RWTH Aachen (Sommerferien)
  • Sprachzertifikate DELF/DALF
  • Cambridge Certificate CAE
  • Schüleraustauschprogramme, Auslandsaufenthalte in der Orientierungsphase der Oberstufe
  • MINT(=Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik)-Projekte im Rahmen der Begabtenförderung der Vereinigten Industrieverbände
    1. Mit Mathematik in die Zukunft schauen (Begabtenförderungsprojekt 2016)
    2. Mathematik-Workshop „Bestimmen von Quantilen“ von Tobias Wiernicki-Krips“ (Jan. 2015)
    3. Begabtenförderungsprojekt 2013
    4. Begabtenförderungsprojekt 2012
    5. Begabtenförderungsprojekt 2011
  • Teilnahmemöglichkeiten an zahlreichen Wettbewerben:

http://www.stiftisches.de/schulisches-leben/wettbewerbe/

Darüber hinaus fördern wir die Interessen und Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler in vielen weiteren AGs und Projekten. Unsere Homepage http://www.stiftisches.de vermittelt einen Eindruck der vielfältigen Angebote.

 

3. Beratung

Für Fragen, Wünsche und Ratschläge steht Ihnen Tobias Wiernicki-Krips als Ansprechpartner für unsere Begabungsförderung zur Verfügung (t.wiernicki@stiftisches.de). Gerne können individuelle Fördermöglichkeiten für Ihr Kind in einem persönlichen Gespräch herausgestellt werden. Darüber hinaus stehen die Klassen- und Fachlehrer ebenfalls für Beratungen im Hinblick auf eine optimale Förderung Ihres Kindes zur Verfügung.

Unter hochbegabten Kindern gibt es z.B. auch sog. „Underachiever“, die keine „Hochleister“ sind. Ein mögliches Anzeichen kann ein Abfall der Schulleistungen sein. In diesem Fall ist eine umgehende Beratung wichtig.

Ein Kontakt zum schulpsychologischen Dienst des Kreises Düren kann hergestellt werden.

(Wki)