Mathematik und Meer

Mathematik Studienfahrt ( 17. – 24. September 2010)
ein Bericht von Philipp Seißler

Freitag 17.9.:

Freudig startete die Reise um 13.00 Uhr am Dürener Bahnhof und nach einer kurzen Zugfahrt standen wir, der Mathe-LK schon am Düsseldorfer Flughafen und warteten auf unseren verspäteten Flug. Nach geschätzten fünf Stunden Wartezeit konnten wir endlich starten! Alle waren gespannt auf Barcelona, jedoch kursierten schon Gerüchte, dass dort im Moment Regen und Gewitter angesagt waren, wieder Erwarten mussten wir deswegen nach einigen „holding pattern“ in Gerona landen. Etwa 200km entfernt von Barcelona (mit Ausstiegmöglichkeit ohne Gepäck) warteten wir erstaunlich geduldig und vertrieben uns die Zeit mit Deutschlektüren oder Handyspielen. Zwei Stunden später sollte das Wetter in Barcelona endlich besser sein und das Flugzeug startete erneut. Dann endlich um kurz nach Mitternacht fuhren wir mit dem letzten Bus in Richtung Innenstadt. Vollgepackt bis zum Hostal für die erste Nacht, welche schon fast vorbei war, ging es von dort auf einen kleinen Abstecher in die Stadt um für das leibliche Wohl zu sorgen. Dann um 03.30 Uhr endlich Schlafen um am nächsten Tag „fit“ das gotische Viertel zu erkunden.

Samstag 18.9.:

Morgens nach der kurzen Nacht früh wieder auf den Beinen, Koffer erneut einpacken und den ersten Abstecher in die Stadt wagen um zu frühstücken. Dannach um 10.00 Uhr startete unsere Führung durch das „Barri Gòtic“. Hierbei entdeckten wir interessante Facetten Barcelonas wie zum Beispiel die engen verwinkelten Gassen des Viertels mit der pompösen Kathedrale im Zentrum, welche von den Bürgern der Stadt erbaut worden ist. Nach diesem Erlebniss folgte die erste U-Bahn fahrt, wobei alle nach den angekündigten Taschendieben Ausschau hielten. In Sitges angekommen konnten wir endlich unsere Appartments beziehen und gemeinsam die Einkäufe für die nächsten Tage erledigen. Nach individuellem Abendessen waren alle gespannt auf den folgenden Tag.

Sonntag 19.9.:

Dieser began jedoch mit ein paar kleineren Problemen, unter anderem Ameisenstraßen quer durch unsere Unterkünfte. Nach anfänglicher Flucht wurden die Ameisen später erduldet oder aufwendig beseitigt. Es folgte eine Besichtigung von Sitges und anschließend im Verlauf des Nachmittags eine Olympiade am Strand bei strahlendem Sonnenschein. Hierbei war sportliche Aktivität (Seilchenspringen), Kreativität (Sandfiguren), und Mut (Sprung ins kalte Wasser) gefragt. Nach dieser Belastung wurden alle mit entsprechend lustigen Preisen belohnt.

Montag 20.9.:

Als in Düren wieder der Schulalltag begann, konnten wir die architektonischen Meisterwerke Gaudi’s bestaunen. Zuerst den Park Güell mit der Drachenstatue aus Bruchkeramik und später die Sagrada Familia, welche uns durch eine informative Führung präsentiert wurde, wobei wir unser Fachwissen einbringen konnten. Der Tag wurde durch eine die Kreativität und den Ehrgeiz fordernde Rally abgerundet. Hierbei mussten wir unter anderem exotische Früchte suchen, ein internationales Gedicht entwerfen und auch einen typisch spanischen Tanz vorführen. Nach diesen teilweise zurückhaltenden Tänzen konnten wir den Abend ruhig in unseren Appartments ausklingen lassen.

Dienstag 21.9.:

Am Dienstag besuchten wir nach einstündiger Busfahrt das Benedektinerkloster Montserrat. Die geplante Wanderung fiel wegen Regen leider ins Wasser. Zum Ausgleich konnten wir jedoch dem Gesang des Klosterchors lauschen und am Ende erreichten wir trotz des schlechten Wetters nach einer kurzen aber vorallem steilen Wanderung das Gipfelkreuz, wobei die Aussicht noch immer sehr neblig war. Es klarte natürlich erst auf, als wir im Bus saßen und auf dem Weg zu unserem zweiten Tagesziel waren, der Sektkellerei „Freixenet“. Dort durften wir nach einem kurzen Film zur Geschichte von „Freixenet“ in kleinen Zügen die gigantischen Vorratskeller mit tausenden von Sektflaschen besichtigen und zum Abschluß wurde jedem ein Glas Schaumwein spendiert. Gut gelaunt aber auch sichtlich erschöpft endete der Tag und alle waren sich einig, den folgenden Tag etwas ruhiger angehen zu lassen.

Mittwoch 22.9.:

Somit folgte am Mittwoch ein etwas späterer Aufbruch nach Barcelona, wobei alle auf das Picasso-Museum in der Innenstadt Barcelonas gespannt waren, in dem man vorallem auch frühe Werke des Künstlers betrachten konnte. Leider waren die Regeln im Museum teilweise sehr streng, so dass der Besuch nicht ganz alle Erwartungen erfüllen konnte, obwohl vorallem die frühen Kunstwerke Überraschung hervorriefen, da sie nicht Picassos späterem Stil entsprechen, sondern sehr realistisch wirken. Nach dem diesmal sehr kurz gehaltenem Programm gab es abends ein weiters Highlight des Urlaubs: ein gemeinsames Abendessen, das den Kochkünsten entsprechend vorzüglich schmeckte, wurde mit Bruschetta eingeleitet, weiter ging es mit Wraps und endete mit einer Crema Catalana. Gut gesättigt wurde der Abend, dank spanischer Feier, mit einem Feuerwerk abgerundet. Zu dieser feierlichen Gelegenheit wurden auch gleichzeitig die Sieger der Rally vom Montag bekannt gegeben, wobei es neben Bonbons von AirBerlin auch spanische Spezialitäten zu gewinnen gab.

Donnerstag 23.9.:

Das Programm, das wir am Mittwoch verpasst hatten wurde dann jedoch am Donnerstag ausreichend nachgeholt. Angefangen mit Bauwerken Gaudi’s, der Casa Milà und der Casa Battló ging es quer durch Barcelona über die Rambla in Richtung Olympischer Hafen. Dort angekommen gab es eine Einführung in die Sportgeschichte Barcelonas und im Anschluss passend zu diesem Thema bestiegen wir den Montjuic um uns das Olympiastadion anzuschauen. Diesen mussten wir größtenteils wirklich zu Fuß bewandern, nur ein kurzes Stück überbrückten wir mittels Gondel. Als Ausgleich für die Bemühungen konnte man einen phantastischen Ausblick genießen und oben angekommen spendierte uns Herr Pietsch gnädigerweise ein Eis gegen die extrem hohen Temperaturen. Dannach ging es weiter zum Olympiastadion, welches anlässlich der Sommerspiele 1992 renoviert worden war. Auf der anderen Seite verließen wir den Montjuic und passierten dabei den Palau Nacional, bei dem Abends des öfteren Wasserspiele stattfinden. Diese konnten wir leider nicht mehr miterleben, trotzdem konnten wir am letzten Tag noch einmal die kulturelle Seite Barcelonas erleben. Zurück in Sitges musste nun alles für die Abreise vorbereitet werden. Die Appartments wurden gründlich gereinigt, die letzten Ameisen bekämpft und die Koffer (teilweise voller als am Anfang aufgrund der guten Shopping-Möglichkeiten in Barcelona) gepackt.

Freitag 24.9.:

Tag der Abreise. Früh morgens um 6:00 Uhr machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Flughafen. Alle sichtlich geschafft und hin- und hergerissen zwischen Freude auf Zuhause und Trauer Barcelona hinter sich zu lassen. Erst am Flughafen bemerkten wir, dass eine Person fehlte. Frau Bündgens durfte ein weiteres Wochenende in Spaniens Metropole verbringen. Neidisch flogen wir mit Verspätung in Barcelona los und schließlich endete unsere Kursfahrt um 14:00 Uhr am Dürener Bahnhof. Alle verabschiedeten sich voneinander und trauerten der vergangen Woche nach, denn schon am Montag ging der Schulalltag wieder los.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir auf unserer Kursfahrt mit Frau Bündgens und Herrn Pietsch einiges erlebt haben und insgesamt sehr, sehr viel Spaß hatten, und trotzdem nicht ganz ohne Bildung davongekommen sind.