Bericht zur Kursfahrt an den Gardasee 2015

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Gemeinsames Gruppenfoto in der Arena di Verona

Am 04.09.2015 war es endlich soweit. Die lang erwartete Kursfahrt der Leistungskurse Geschichte, Erdkunde und Deutsch an den Gardasee stand unmittelbar bevor. Am späten Abend trafen wir uns voller Vorfreude und in aufgeregter Erwartung vor der Schule. Begleitet von Herrn Klemm, Herrn Soika und Frau Schiffer, die kurzfristig für Frau Haller und Frau Manstein eingesprungen war, starteten wir unsere Busreise nach Italien, um dem eher trüben deutschen Wetter zu entfliehen. Natürlich nicht ohne vorherige Verabschiedung der Eltern und dem Einladen der hoffentlich vollständig gepackten Koffer.

Die ersten Stunden der Fahrt vergingen angesichts der allseits guten Stimmung wie im Flug, ehe sich dann nach und nach Müdigkeit breit machte. Der Nachtruhe wurde jedoch am frühen Morgen ein jähes Ende durch unseren Busfahrer Jil gesetzt, der uns zum Ärger einiger Mitreisender unsanft per Mikrofon aus den Träumen riss. Sein doch etwas spezieller Humor sollte in der Folge auch die weiteren Fahrten zu den geplanten Ausflugszielen prägen.

Nach einer anstrengenderen Fahrt erreichten wir dann am frühen Nachmittag das Garda Village, einen Bungalowpark, der für die nächste Woche unser zu Hause sein sollte. So stand dieser Ankunftstag in Italien also ganz im Zeichen des Bezugs der Unterkünfte und der Erkundung des Geländes.

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Traumhafter Blick auf dem Monte Baldo

Das erste Ziel unserer Reise sollte am Sonntag der Monte Baldo sein, ein etwa 30 Kilometer langer Bergrücken, der zum Gebirgszug der Gardaseeberge gehört. Trotz einer nicht unbeträchtlichen Wartezeit beim Erwerb der Tickets für die Seilbahn, die uns gen Gipfel befördern sollte, ließen wir uns zu keiner Zeit die größtenteils gute Stimmung verderben. Spätestens der Ausblick auf den Gardasee und die Gebirgszüge sollte uns für die Ausdauer beim Warten belohnen. Nach der Wiederankunft am Garda Village stand der Rest des Tages bis zum gemeinsamen Abendessen zur freien Verfügung, was die meisten zum Schwimmen oder Fußballspielen nutzten.

 

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Verona

Der zweite Programmpunkt war zugleich ein erstes Highlight dieser Studienfahrt. Am Montag stand eine Stadtführung in Verona an. Aufgeteilt in zwei Gruppen, erfuhren wir viel über die Stadtgeschichte Veronas und konnten einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten bewundern, wie beispielsweise das Romeo und Julia Haus oder das weltbekannte Amphitheater, welches das Herzstück der Stadt darstellt. Auch in Verona erhielten wir zur Freude der Schüler ausreichend Zeit zum Einkaufen und zur eigenständigen Erkundung der Stadt.

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Blick von den Türmen der Skaliger Burg in Sirmione

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Schnappschuss in den Grotten des Catulls

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Idylle am Gardasee

 

 

 

 

 

 

Der Dienstag stand dann ganz im Zeichen der Erkundung des Nahraums vor Ort. So wanderten wir gemeinsam entlang des malerischen Sees zur Ortschaft Sirmione, welche am Südufer des Gardasees liegt. Dort angekommen besichtigten wir unter anderem die Skaliger-Burg sowie optional die Grotten des Catulls. Auch hier konnte sich die Gruppe nicht über einen Mangel an Freizeit beschweren, ehe es individuell auf den Heimweg zurück ins Garda Village ging.

Am Mittwoch stand dann eine weitere Stadtführung auf dem Programm, diesmal in Mantua. Diese Stadt ist umgeben von vier Seen – Lago Superiore, Lago di Mezzo, Lago Inferiore und Lago Paiolo –, die einst zur Verteidigung der Stadt angelegt wurden. Außerdem beeindruckt Mantua durch seinen romanischen Dom.

Das große Highlight unserer Studienfahrt stand uns jedoch zweifelsohne am Donnerstag noch bevor.

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Venedig

Am frühen Morgen fanden wir uns vor der Rezeption zusammen, um die circa zweistündige Fahrt nach Venedig anzutreten. Ausgerüstet mit Lunchpaketen setzten wir per Boot über in die Hauptstadt der Region Venetien. Auch dort erwartete uns, ausgehend vom Markusplatz, eine ausführliche Stadtführung entlang der charakteristischen Kanäle Venedigs. Die freie Zeit vor Ort nutzten einige zum Souvenirkauf für die Lieben daheim, während andere die einmalige Gelegenheit nutzen, um Venedig per Gondel zu bewundern. Nach einem anstrengenden, aber unvergesslichen Tag trat die Gruppe dann am späten Nachmittag die Rückfahrt an. Nach Ankunft folgte das Abendessen, ehe man sich zum Ausklang dieses ereignisreichen Tages in beziehungsweise vor die Bungalows zurückzog.

Dann war auch bereits der Tag der Abreise gekommen. Die Koffer wurden gepackt, die Bungalows gesäubert und dann hieß es Freizeit, bis wir die lange Rückfahrt nach Düren antreten konnten. Die meisten verbrachten die Stunden bis zum Abend bei der ein oder anderen Partie Tennis oder am Pool der Anlage. Der letzte Abend wurde, zu unser aller Freude, durch ein gemeinsames Pizzaessen abgerundet, ehe es auch schon „arrivederci Italia“ hieß. Am frühen Samstagmorgen hatten wir dann die quälend lange Busfahrt geschafft, und so konnten wir endlich wieder unsere Verwandten und Freunde in die Arme schließen.

Resümierend können wir auf eine harmonische, interessante Kursfahrt zurückblicken, die als krönender Abschluss unserer Schulzeit gesehen werden kann. Die Erfahrungen und Eindrücke, die wir am Gardasee gemacht haben, werden uns sicher auf unserem weiteren Lebensweg in guter Erinnerung bleiben.

Sebastian Krischer, Niklas Zehbe (LK GE Q2/Kl)