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Exkursion des Differenzierungsku

Exkursion des Differenzierungskurses Ökologie der Jahrgangsstufe 10 zum Nationalpark Eifel

Am Mittwoch, den 07.07.10 ging es mit der Rurtalbahn - für die meisten Schüler (School Plus Ticket) - kostengünstig zum Nationalparktor Heimbach im Heimbacher Bahnhof und zugleich dem Endpunkt der Bahnstrecke.
Um 9.45 Uhr wurden wir dort schon von Frau Martina Strümpfel erwartet. Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte sie uns im Namen der Nationalparkverwaltung des NP Eifel, wo Frau Bünten die heutige Exkursion für unseren Kurs gebucht hatten. Die theoretischen Grundlagen für den heutigen Tag hatte wir schon in den letzten Monaten im Unterricht gelegt.

 

Wasser, Wald und Wildnis standen nun im Focus des Geschehens.

Folgerichtig führte uns der erste Teil des Weges umgehend zur Rur - also zum Wasser, hier wurde von uns mit einfachen Methoden die Gewässergüte unserer Rur ermittelt. Wir fingen mit kleinen Netzen Insekten und Gliedertiere in der Rur, die Messtabelle zum ph-Wert wie auch die Einordnung der gefangenen Tiere (Köcherfliegenlarven !) ergaben durchgehend gute Werte (mind. Gewässergüte 2) für unseren Fluss.
Vom Wasser ausgehend ging es nun Richtung Wald und im weiteren Weg auf den Meuchelberg hinauf.
An mehreren Stationen wurde uns die Waldgeschichte praktisch vor Augen geführt; die Historie der Douglasien und Fichten in unserem Raum, wie auch die hier recht zahlreich vorzufindenden Eichen wurden auf der Zeitachse vom Mittelalter über die Preußen bis heute detailliert in der Waldwirtschaft erläutert. Das Wort astrein (Eichen !) wurde nun ganz anders gesehen und von uns verstanden. Borkenkäfer und Fichten und die damit verbundenen Aktivitäten oder Nichtaktivitäten im Zielnationalpark Eifel waren unser Thema. Immer wieder kamen wir auch auf die Buchen als dem wichtigsten Baum des NP Eifel zu sprechen.

 

Neben den fachwissenschaftlichen Inhalten wurden auch besonders unsere Sinne neu sensibilisiert. Paarweise wurden wir den Meuchelberg hinauf mit Augenklappen versehen und mussten ohne Augen - an schwierigeren Punkten unterstützt von unserem Partner – hörend und riechend den Weg finden. Für viele von uns ein ganz neues Erlebnis im Wald !

 

Rast machten wir mitten in der Wildnis auf einer kleinen Spechtlichtung - wo über 40 Spechthöhlen zu zählen waren und offenbar Bunt- und Mittelspecht häufig nisten.

 

Das Schiefergestein im Untergrund wurde auf unserer Wanderung an mehreren Stellen erfühlt und von uns in seinen Auswirkungen auf den Naturhaushalt und als Lebensraum für wärmeliebende Arten (besonders Reptilien) betrachtet.
Ausblicke lieferte uns der Weg auf das Jugendstilkraftwerk (und natürlich seine Historie) bis zur Staumauer des Rurstausees und dem unterhalb liegenden Bauplatz des Eifeler Tor Resort, wo Baumaschinen aktiv den Baubeginn des Ferienparks verkündeten.
Zecken waren immer wieder Thema – aber Frau Strümpfel wusste vielen die Angst zu nehmen und gab wichtige Erläuterungen zur umgehenden Entfernung und Beobachtung evtl. Bissstellen.

 

Nach ausgiebiger Rast auf der höchsten Stelle des Meuchelberges ging es den kühlen Weg hinab zur Rur – vorbei an anstehenden Schieferplatten und entsprechenden Erläuterungen zur Geologie - bis wir wieder das Nationalparktor Heimbach erreichten.
Am Reliefmodell erläuterte uns Frau Strümpfel noch die geographische Lage und den Verlauf unserer heutigen Wanderung. Nach der Besichtung der Ausstellung verabschiedeten wir uns von unserer Waldführerin und erfrischten uns noch mit Eis und gekühlten Getränken im nahe liegenden Aral-Shop.

Mit der Rurtalbahn ging es zurück und am frühen Nachmittag war die Exkursion wieder am Anna-Kirmes-Platz in Düren beendet. Von dort traten wir den Heimweg an. Viele führte der Weg nun an den Badesee oder ins Freibad – es war einfach richtig warm geworden.

Ökokurs Diff. 10




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