Erdkunde-Exkursion zum Tagebau Garzweiler

9. Juli 2019 05:59

Zwangsumsiedlung, Umweltverschmutzung – zwei Schlagwörter, die man mit RWE häufiger in Verbindung bringt. Doch dass man das Thema Braunkohleabbau differenzierter betrachten muss, erfuhren zwei Erdkunde-Grundkurse der Jahrgangsstufe EF, als sie am 04.07.2019 unter Begleitung von Herrn Posch und Herrn Schlöder den Tagebau Garzweiler besuchten. Der Tag begann um 10:45 Uhr am Haupteingang, von wo aus man zunächst einen Zwischenstopp im „Geisterdorf“ Kerpen-Manheim einlegte.

Sieht aus wie ein „Geisterdorf“: Kerpen-Manheim

Der Ort soll bis 2022 dem Tagebau Hambach weichen, so dass die meisten Einwohner ihn bereits verlassen haben. Für viele der Schülerinnen und Schüler war es ein finsterer Anblick, wenn man bedenkt, dass es ein ganz normales Dorf war, mit eigener Geschichte, Restaurants, Häusern. Das ist eine Schattenseite des Braunkohleprojekts. Als nächstes bekam die Gruppe eine exklusive Führung und ausführliche Erklärung durch eine Mitarbeiterin von RWE. Dabei fuhren die GKs durch das Gelände des Tagebaus mit detaillierter Erklärung der Mitarbeiterin. Nach der Besichtigung des Tagebaus wurden der Gruppe auch rekultivierte Flächen des ehemaligen Abbaugebiets nähergebracht.

Ein Blick über den Tagebau Garzweiler

Der Abschluss der Exkursion fand in einem umgesiedelten Dorf (Königshoven) statt, das natürlich einen neueren und moderneren Eindruck als Kerpen-Manheim machte. Der Ort wurde von der RWE-Mitarbeiterin als tolles Projekt des Konzerns dargestellt. Insgesamt war der Tag sehr interessant und informativ. Außerdem wurden uns Jugendlichen die einzelnen Facetten der Braunkohleförderung durch RWE vor Ort noch etwas nähergebracht als in den Schulbüchern, auch wenn nicht alle Facetten dieses Themas für alle Beteiligten immer angenehm sind.

Text: Julius Stockheim (EF)
Fotos: Pos