Stadtmauer AG recherchiert im Stadtmuseum

19. März 2019 12:08

Bereits seit Jahren arbeiten das Stiftische Gymnasium und das Stadtmuseum Düren im Bereich der außerschulischen Bildung erfolgreich zusammen. Seit Oktober 2018 sind die beiden Partner erneut dabei, ein einjähriges Schülerprojekt zu realisieren. Auch der Landschaftsverband Rheinland (LVR) ist diesmal daran beteiligt. Nachdem im vergangenen Jahr eine Stadtmauer-App erstellt und eine Fotoausstellung konzipiert wurden, geht es nun darum, die digitale Verortung der Dürener Stadtmauer in dem LVR-Portal „KuLaDig“, also KulturLandschaftDigital (www.kuladig.de), vorzunehmen.

Lisa Haßler erläutert Teilnehmern der Stadtmauer AG das Ausstellungskonzept des Stadtmuseums Düren.

Dieses Informationssystem dient der Präsentation der historischen Kulturlandschaft im Rheinland. Dabei kann jeder Interessierte für das Portal digital abrufbare Lexikoneinträge über kulturelle Stätten in der Region erstellen. Das Portal steht Internetnutzern kostenfrei zur Verfügung. Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 5-Q2 können sich an dem Projekt beteiligen. Koordiniert werden die Aktivitäten seitens des Stadtmuseums von Lisa Haßler. Am Stiftischen Gymnasium betreut Dr. Achim Jaeger als Leiter der Stadtmauer-AG das Projekt, wobei er von den Geschichtskollegen Anna Kaulen und David Silbernagel unterstützt wird.

Das von Josef Winthagen geschaffene Stadtmodell ermöglicht detailgenaue Studien der Stadtbefestigungsanlage.

Recherchen hatten einige Teilnehmer der AG schon im November 2018 im Stadt- und Kreisarchiv Düren angestellt. Hier wurden sie von Archivleiter Helmut Krebs und den Mitarbeitern Judith Hagis und Dr. Horst Wallraff empfangen und informiert. In Augenschein genommen wurden u.a. Originalurkunden, der Hollarplan, ein Wachtbuch und einige historische Fotografien und Postkarten. Nun begrüßte Lisa Haßler die Schülergruppe im Dürener Stadtmuseum, wo sich die einzigartige Gelegenheit bot, das von Joseph Winthagen auf Grundlage des Hollarplans geschaffene Stadtmodell genauer zu betrachten.

Die dreidimensionale Darstellung ermöglicht auf ganz besondere Weise, Einblicke in die Anlage der historischen Altstadt und der Befestigungsanlage zu erhalten. Im Anschluss führte Lisa Haßler durch die Ausstellungsräume des Museums, das im März 2019 sein zehnjähriges Bestehen feiert. Von besonderem Interesse war es für die Schüler, Zugang zu den Archivräumen des Stadtmuseums zu erhalten. Hier konnten sie z.B. alte Stadtpläne betrachten und historische Zeitungen studieren. Die Ergebnisse der Spurensuche werden in den kommenden Wochen in die zu erstellenden KuLaDig-Artikel einfließen.

Fotos: Dr. Achim Jaeger (Fotos zur freien Verfügung)