Viertklässler als kleine Forscher am Stiftischen Gymnasium

18. November 2018 05:48

Wie bringe ich einen Roboter dazu, einer vorgegebenen Linie zu folgen und auf mein Klatschsignal eine Drehung auf der Stelle zu machen? Welcher mathematischen Gesetzmäßigkeit folgen die seltsamen spiraligen Muster auf Kiefernzapfen, Ananasfrüchten oder bei Sonnenblumen? Wie kann man einen Täter mit Hilfe von Fingerabdrücken und hinterlassenen Indizien mit chemischen Mitteln überführen?

In diese und ähnliche Fragen vertieften sich in den Herbstferien drei Tagen lang 61 wissbegierige Viertklässler. Unsere Schule hatte die Grundschüler zum vierten Mal zu den „MINT-Forschertagen“ eingeladen, um ihnen auf spielerische Weise spannende Einblicke in Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik zu ermöglichen. Die Förderung von Neugier und Freude am forschenden Denken – so betonte bei der Begrüßung unser stellvertretender Schulleiter und Physiker Ulrich Meyer – sei für das Stiftische Gymnasium als wiederholt zertifizierte „MINT-freundliche Schule“  ein besonderes Anliegen.

Herr Beichelt und Herr Leroy betreuten den Workshop der detektivisch arbeitenden Jungchemiker, Herr Pietsch erforschte mit den Tüftlern mathematische Geheimnisse und Frau Theissen leitete in Zusammenarbeit mit Frau Magiera den Experimentierkurs der Nachwuchsprogrammierer. Unterstützt wurden die Lehrkräfte von rund einem Dutzend Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und EF, die drei Tage ihrer Herbstferien opferten, um die Grundschulkinder auf ihren Forschungsabenteuern zu begleiten.

Die „Labor-Detektive“, „Mathe-Akrobaten“ und Roboterspezialisten machten im Übrigen ihrem Namen alle Ehre: Der „Kriminalfall“ konnte schließlich durch chemische Nachweise aufgeklärt werden, die Gesetzmäßigkeit der Spiralmuster wurden der Fibonaccifolge zugeordnet und die Roboter gehorchten ihren jungen Programmierern am Ende aufs Wort und tanzten bei einer Abschlusspräsentation vor den Augen der staunenden Eltern.