Erinnerung an den 16. November 1944

17. November 2018 10:43

Am 16. November 1944 versank die Stadt Düren innerhalb von 20 Minuten im Bombenhagel der Alliierten in Schutt und Asche. „Dieser Tag ist natürlich zuerst dem Gedenken der Toten gewidmet“, sagte Bürgermeister Paul Larue am Fuße des Denkmals bei der diesjährigen Gedenkstunde. Er sei aber auch kritischer Blick auf die Gegenwart und ein Appell an die Zukunft, den Frieden zu wahren. Bürgermeister Paul Larue erinnerte, ausgehend vom Jahr 2018, an den Beginn des Dreißigjährigen Krieges 1618 und gedachte des Endes des Ersten Weltkrieges 1918. Als besonders eindrücklich und berührend bezeichnete er das literarische Denkmal, das der Schriftsteller Michael Lentz den Opfern des schwärzesten Tages der Stadtgeschichte in seinem Buch „Schattenfroh“ setzte: Es enthält 75 mit der Hand geschriebene Seiten, auf denen die Namen der mehr als 3000 Toten des 16. November 1944 in Düren.

Gedenkstunden am Fuße des Mahnmals (Foto: Margret Hanuschkin, Stadt Düren)

Die Rede schloss mit Fragen an die Gegenwart. Der Bürgermeister wandte sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Im Hinblick auf die anstehenden Europawahlen richtete er den Appell an die Öffentlichkeit, nicht müde zu werden, am Haus Europa weiter zu bauen und das großartige Friedensprojekt eines vereinten Europa nicht leichtfertig aufzugeben. Er dankte allen, die an der Feierstunde teilnahmen, besonders den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr und den jungen Musikern aus dem Stiftischen Gymnasium. Unter der Leitung von Astrid Michels gestalteten das musikalische Rahmenprogramm: Max Frank, Benjamin Gudisch, Luis Hourtz, Christina Kloock, Finn Kuhlmann, Jens Krug, David Schöngarth, Leonie Schüßeler, Benedikt Strack, Carl Thoma und Cordula Ridder.