An die Chemikalien, fertig, los!

4. Mai 2017 18:46

In freier Auswahl konnten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9a, begleitet von Frau Michels und Herrn Glasmacher, am 29.03.2017 im Schülerlabor JuLab des Forschungszentrums Jülich Einblicke in die Arbeitsweisen von Laboratorien erhalten und sie in einem Wettstreit erproben.

Die Laborkittelträger konnten dabei nicht nur eigenständig das oft verwendete Medikament Acetylsalicylsäure – den meisten eher unter dem Handelsnamen Aspirin geläufig – herstellen, sondern vor allem eine Vielzahl von Analysemethoden kennenlernen. Darunter fanden sich zum Beispiel Konzentrationsbestimmungen mit dem Photospektrometer und die Durchführung einer Dünnschichtchromatographie, bei der Aminosäuren zugeordnet werden sollten. Aber auch aus dem Unterricht bekannte Methoden wie die Titration konnten unter veränderter Fragestellung durchgeführt werden. Vor allem die Auswahl der Chemikalien und die aufwändigen Apparaturen stellten eine gelungene Erweiterung zu schulischen Versuchen dar.

Zusätzlich zur Laborrallye wurde nach der Mittagspause über das JuLab eine Führung durch eine der Werkstätten des Forschungszentrums organisiert, welche interessante Einblicke ermöglichte. Hier wurde präsentiert, wie für die kreativen und zukunftsweisenden Ideen von Wissenschaftlern entsprechende Apparaturen entworfen und geplant werden und durch das handwerkliche Können der Werkstatt Gestalt annehmen. Beeindruckend war, welch imposanten Geräte beispielsweise aus Glas oder Metall hergestellt werden können. Aber auch wurde hier deutlich, wie lange der Prozess von der ersten Idee bis hin zur Anwendung dauern kann.

Im Anschluss an die Führung durften sich die Nachwuchswissenschaftler wieder an ihre ausgewählten Versuche begeben, die sie bis zum Ende des Tages selbstständig durchführten. Als Unterstützung diente ihnen lediglich ein zuvor ausgehändigtes Skript, die Antworten der Assistenten bei Nachfragen und in manchen Fällen kurze Informationsvideos zur Durchführung eines Versuchs. In der abschließenden Runde wurden dann in einem Feedback beider Seiten – sowohl der Schülerschaft als auch der Betreuer des Schülerlabors – der Tagesablauf rekapituliert und anschließend das Gewinnerteam der Laborrallye mit einem Preis gekürt.

Der Entdeckergeist der Schülerinnen und Schüler wurde nur dadurch gebremst, dass bei der Vielzahl der möglichen Versuche nicht alle von allen durchgeführt werden konnten. Einige bedauerten beim Abschlussgespräch, nicht noch mehr Zeit fürs Experimentieren gehabt zu haben. Nichtsdestotrotz sprachen sich die Schülerinnen und Schüler dafür aus, dass ein solcher Tag den folgenden Jahrgängen sehr zu empfehlen sei und es eine Menge Spaß gemacht hat.