Unterhaltsame Mathematik mit Herrn Prof. Hemme

15. März 2017 17:58

Vor rund 40 Schülerinnen und Schülern der Q1-Leistungskurse Mathematik hielt kürzlich Herr Prof. Heinrich Hemme (FH Aachen) auf Einladung des MINT-Koordinators Herrn Pietsch an unserer Schule einen kurzweiligen Vortrag zum Thema „Unterhaltsame Mathematik“. Seit seiner Studentenzeit hat Herr Hemme seine Freude an mathematischen Rätseln und Kuriositäten nicht verloren. Im Laufe der Jahre hat er mehr als 30 Bücher über mathematische Denksportaufgaben geschrieben und betreut unter anderem die Rätselrubrik „Kopfnuss“ in der Wochenendausgabe der Aachener Zeitung/Nachrichten.

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Kann eine Fläche durch Verschieben ihrer Teilstücke größer werden? Prof. Hemme „beweist“ es.

Gleich zu Beginn des Vortrags bot er den Schülern eine Wette an: Er wette 10 € darauf, dass unter den ersten zehn Personen, die am Nachmittag den Dürener Bahnhof betreten, mindestens einer „überdurchschnittlich viele Arme“ besitze. Gut, dass keiner der skeptischen Schüler die Wette annahm – sie wäre verloren gewesen: Da es mit hoher Sicherheit unter den Dürener Einwohnern mindestens einen Einarmigen gibt, liegt statistisch gesehen die durchschnittliche Armanzahl ein wenig unter zwei. Herr Hemme war sich daher ziemlich sicher, seine Wette dadurch zu gewinnen, dass ein Mensch mit zwei Armen, also „überdurchschnittlich vielen“ Armen, den Bahnhof betritt.

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MINT-Koordinator Herr Pietsch dankt Herrn Prof. Hemme zum Abschluss der Veranstaltung.

Anhand vielfältiger weiterer Beispiele brachte Herr Hemme seine Zuhörer zum Grübeln und Schmunzeln. So „bewies“ er durch Termumformungen mit ernster Mine das „Pippi- Langstrumpf-Theorem“, dass zwei mal drei gleich vier ist. Dass er dabei unbemerkt durch null dividiert hatte, fiel manchem erst später auf. Weiter zeigte er, wie man beim Würfeln immer gewinnen kann und dass Freitag, der 13. tatsächlich ein Unglückstag ist. Detailliert rechnete Herr Hemme vor, dass in einem Schaltjahrzyklus von 400 Jahren der 13. eines Monats genau 688-mal auf einen Freitag fällt, aber nur 684- bis 687-mal auf jeden der anderen Wochentage. Wenn man nun davon ausgeht, dass Unglücke sich gleichmäßig über das Jahr verteilt ereignen, passieren eben statistisch gesehen am Freitag, den 13. mehr Unglücke, weil dieser Tag etwas häufiger vorkommt als die anderen.

Am Ende des Vortrags war offensichtlich, dass Herr Prof. Hemme seine Ankündigung eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte: Mathematik und Unterhaltung sind keine Gegensätze!