Unvergessliche Zeit bei der SchülerAkademie 2016

28. September 2016 20:11

Dank der Empfehlung von Herrn Wiernicki-Krips durfte ich diesen Sommer für 16 Tage die Deutsche SchülerAkademie, kurz DSA, in Braunschweig besuchen. Die DSA richtet sich an besonders leistungsstarke und motivierte Schüler, die gerne neue Dinge lernen möchten, die über den Unterricht in der Schule hinausgehen.

Ein typischer Akademiealltag besteht dabei aus einem Wechsel von Kurseinheiten, natürlich Essenspausen und Freizeit gefüllt von so genannten KüAs, den kursübergreifenden Angeboten. Solche sind verschiedenster Art und von uns selbst frei zu gestalten und wählbar. So kann man beispielsweise debattieren, Volleyball oder Theater spielen, im Akademiechor oder -orchester musizieren oder sich interessante Vorträge anderer Akademieteilnehmer oder Kursleiter anhören, die beispielsweise über ihre Auslandserfahrungen in einem anderen Land berichten.

Ein besonderes Highlight bei uns war dabei meist das Abendprogramm, das von Open-Air-Kinoabenden über Kasinoabende bis hin zu Partys reichte, aber auch am späten Abend noch hoch interessante Fachvorträge über die Stringtheorie bot. Wie sich bereits erahnen lässt, wurden die Nächte dadurch immer kürzer, bis zuletzt sogar „durchgemacht“ werden musste, um die Dokumentation über die zweiwöchige Kursarbeit zu beenden. Doch selbst das hat, im Nachhinein betrachtet, zusammen großen Spaß gemacht und zu einem enormen Zusammenhalt beigetragen.

Im Laufe der zwei Wochen schien für mich persönlich sogar unser von mir anfänglich als etwas lächerlich empfundene Raumschiffmotto zur Realität zu werden. Durch das unheimlich starke Gemeinschaftsgefühl und ein Leben, das sich zwei Wochen lang nur in der lieb gewonnenen Akademieatmosphäre abspielte, kam es einem teilweise wirklich so vor, als sei man komplett abgeschottet vom Rest der Welt, was ich natürlich keinesfalls negativ empfunden habe, sondern mich vielmehr diese Zeit noch intensiver hat wahrnehmen lassen.

In meinem Kurs, der sich mit der Geschichte des ökonomischen Denkens beschäftigte, lernten wir, wie sich wirtschaftliche Denkstrukturen im Laufe der Zeit von den Anfängen mit Adam Smith bis heute entwickelten. Die Lernatmosphäre in den Kursen war dabei nicht vergleichbar mit der Schule. Mit großer Motivation und Lernbereitschaft und damit einhergehend ganz viel Spaß arbeiteten wir 16 Tage lang zusammen und erwarben dabei in kurzer Zeit schon teils so tiefe Kenntnisse, dass wir sogar Texte aus den Uni-Erstsemestern heranzogen. Man konnte somit auch schon einen ersten Eindruck über die selbstständige Arbeitsweise an der Universität erlangen und ein mögliches Studienfach kennenlernen.

Da alle, sowohl Teilnehmer wie auch Kurs- und Akademieleiter, freiwillig an der Akademie teilnehmen, ist die Motivation bei allen dementsprechend groß und alle kommen mit viel Vorfreude zur Akademie. Dass die Zeit auf der DSA solch große Freude bereitet, zeigt sich auch daran, dass manch ehemaliger Akademieteilnehmer einige Jahre später dann sogar die Aufgabe eines Kurs- bzw. Akademieleiters übernehmen möchte. Ich selbst bedauere es, an der DSA nur einmal teilnehmen zu dürfen, da es zwei wahnsinnig interessante, erlebnisreiche und vor allem unvergessliche Wochen waren, an die ich mich auch in ein paar Jahren noch gerne erinnern werde.

Obwohl ich anfänglich selbst etwas skeptisch war, was mich dort wohl erwarten würde, freute ich mich sehr auf die gemeinsame Zeit mit anderen Jugendlichen und meine Erwartungen wurden sogar weit übertroffen. Ich kann somit nur jedem, der einmal die Möglichkeit hat, an der DSA teilzunehmen, empfehlen, diese Chance auch wahrzunehmen, denn man wird es sicher nicht bereuen.

Kathrin Rau (Q1)